Viele Website Begriffe werden in einen Webtopf geschmissen?

Glaubst Du nicht?

Wieso ist eine Homepage keine Website, aber eine Webseite der Website?

Kein Wort verstanden? Damit bist Du nicht alleine. Wird Zeit für ein verständliches Website-Glossar mit üblichen Begriffen. Und so, dass auch Dein Opa Wilhelm das versteht, der gerade seinen Internet-Führerschein gemacht hat.

Wikipedia ist das größte Lexikon, doch von verständlich war wohl nie die Rede. Im Web-Business gibt es eine Menge Website-Begriffe, die dringend geklärt werden müssen.

Vorwiegend sind sie Englisch und da liegt oft das Problem. Es scheitert an einer einfachen Übersetzung. Hier findest Du eine Liste aller inflationär genutzten Website Begriffe. Danach bist Du definitiv schlauer und kannst mitreden. Legen wir los.

A/B Testing

Auch Split-Testing genannt. Es geht darum, Elemente auf Deiner Website zu testen, z. B. einen roten Button. Unterschiedliche Besucher:innen bekommen den Button in unterschiedlichen Farben gezeigt, wenn sie auf Deine Website kommen.

Dann wird geschaut, welcher Button wird öfter geklickt: der grüne oder der rote. Der Button, der öfter geklickt wird, wird am Ende eingebaut. Das wird gemacht, um die Conversion Rate zu steigern. Es ist der rote Button. 😉

Above the fold

Rufst Du Deine Website auf, ist Above the fold alles, was Du siehst ohne runterscrollen. Es ist der wichtigste Bereich auf Deiner Website. Platziere dort Dein wichtiges Angebot.

Absprungrate (Bounce Rate)

Das ist die Anzahl der Menschen, die sich von einer Brücke stürzen, wenn sie Deine Website sehen.

Ok. Nicht ganz, aber so ähnlich. Es die Anzahl der Besucher:innen, die Deine Website bereits nach einer Seite verlassen.

Lesen kannst Du den Wert, wenn Du ein Analyse-Tool wie Google Analytics (wovon ich Dir rechtlich abrate) nutzt.

Beispiel: Du bist im Buchladen und fasziniert von einem Buch. Du blätterst weiter durch und kaufst es direkt. Eine Freundin kommt vorbei, sieht nur den Umschlag und legt es wieder zurück, weil es ihr nicht gefällt. Dann liegt Deine Absprungrate bei 50 %.

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Je niedriger die Absprungrate, desto besser. Ein Wert unter 60 % ist gut.

ALT-Tag [täg]

Der ALT-Tag wird ALT-Täg gesprochen. Das ALT steht für Alternativ und wird benutzt, um Bilder zu beschreiben.

Wenn Du in WordPress Deine Bilder hochlädst, kannst Du rechts die Beschreibung eingeben. Füge immer eine Beschreibung hinzu.

Im WordPress Backend unter Medien den ALT-Tag schreiben

Blinde und Google können Bilder nicht sehen. Diese Beschreibung wird dann vorgelesen bzw. ausgelesen.

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Ein Fehler, den ich häufig sehe: Du sollst beschreiben, was Du auf dem Bild siehst, nicht welche Keywords Du damit ranken willst. Keywords nur einbinden, wenn sie zum Bild passen.

Backend

Das Backend betrittst Du, sobald Du Dich in WordPress einloggst. Dort kannst Du Bilder hochladen, Artikel schreiben oder Dein CMS verwalten.

Das WordPress Backend die Dashboard Ansicht asnsehen
Mein WordPress Dashboard, unter Benutzer > Profil, kannst Du die Farbe ändern.

Im Backend, also im „Hintergrund“ organisierst Du Deine Website, was im Frontend vorne rauskommt.

Ein Backlink ist ein Link der von einer anderen Website auf Deinen Blog leitet.

Google prüft, wie viele Links auf Deinen Blog geleitet werden. Je mehr Backlinks, desto besser.

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Kaufe niemals Backlinks! Egal wie billig und verlockend. Google straft Deine Website mit schlechteren Rankings. Bye, bye, bessere Platzierung.

Benefit

Benefit heißt übersetzt „Nutzen“. Was ist der Nutzen an Deinem Produkt oder Deiner Dienstleistung? Benefits tauchen immer dann auf, wenn Du verkaufen willst. Leider werden sie oft mit Features verwechselt.

Blogosphäre

So wird die Welt der Blogger:innen bezeichnet. Abgeleitet von Blog plus Atmosphäre.

Blogparade

Bei einer Blogparade werden Blogger:innen aufgerufen einen Artikel zu einem bestimmten Thema zu veröffentlichen. Teilnehmen können alle Blogger:innen, die möchten und wenn das Thema passt.

Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit werden alle Artikel vom Veranstalter zusammengefasst. Es ist Deine Chance, einen guten Backlink zu platzieren.

Hier ist mein Artikel zur Blogparade Lebensgefühl selbstständig.

Blogroll

Die Blogroll ist eine Liste, wo Du andere Blogs verlinkst. Früher hatte jeder eine Blogroll in seiner Sidebar, um andere Blog zu empfehlen.

Heute ist eine Blogroll selten. Ich habe keine gefunden, um eine zu zeigen.

Call-to-Action

Kurz CTA. CTA heißt übersetzt einfach „Handlungsaufforderung“. Du willst, dass Deine Leserschaft, etwas Bestimmtes macht. Typische Aufforderungen sind:

  • Hinterlasse mir ein Kommentar.
  • Lade das Freebie jetzt herunter.
  • Buche meine kostenlose Erst-Beratung.

Ein CTA kann ein Button wie „Jetzt abonnieren“ oder eine Aufforderung am Ende Deines Blogartikels sein. Du kannst direkt auf Deiner Startseite einen Button einfügen.

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Nur eine Aufforderung pro Seite und nur ein Ziel pro CTA.

Clickthrough Rate

Kurz CTR, heißt übersetzt „Klickrate“. Es ist Anzahl der Klicks auf einen Link oder Button.

CMS

CMS steht für Content-Management-System. Also ein System um Deine Website-Inhalte zu organisieren, planen und veröffentlichen. Das bekannteste CMS ist WordPress, gefolgt von Joomla und Drupal.

Content

Content hat zwei Bedeutungen: nämlich Inhalte und zufriedenstellen. Quasi zufriedenstellender Inhalt. Kein Wunder, dass das Wort so inflationär benutzt wird.

Conversion Rate

Die „Konversionsrate“ gibt an, wie viele Besucher:innen einen Link auf Deiner Seite geklickt haben im Verhältnis zu allen.

Du baust eine Landingpage, um Deinen Newsletter zu bewerben. Nun zählst Du, wie viele Menschen Deine Seite insgesamt besuchen und wie viele davon sich zum Newsletter angemeldet haben. Das ist die Konversionsrate.

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Je höher die Konversionsrate, desto besser.

Cornerstone Content

Cornerstone Content hießt übersetzt Eckpfeiler oder Grundstein. Das kann ein sehr ausführlicher Blogartikel zu Deinem Hauptthema sein oder eine extra Seite.

Wichtig ist, dass Du von dort auf weitere Deiner Artikel verlinkst, die tiefer ins Thema einsteigen.

So setzt Du Deinen Eckpfeiler. Deine Website bekommt dadurch eine besser Struktur, was Deine Leserschaft liebt und Google auch.

Crawlen

Wenn Google seine Crawler losschickt, untersuchen sie Deine Website. Die Crawler sind Roboter-Programme, die nur den Job haben, Websites zu finden, zu lesen und zu indexieren.

Crawlen heißt übersetzt „kriechen“. Sie kriechen über jede Site und sammeln Informationen dazu ein. Klingt nach Spinnen, weswegen Crawler gerne auch Spider genannt. Igitt.

CSS (Cascading Style Sheets)

Cascading Style Sheets würdest Du als mehrstufige Formatvorlage übersetzten? Verständlich? Nein.

CSS ist eine wie HTML eine Bezeichnungssprache, keine Programmiersprache. Bezeichnung deswegen, weil Du mit CSS jedem Element auf der Deine Website sagen kannst, wie es aussehen soll.

Soll der Text orange sein? Dann schreibst Du:

p {
  color: orange;
}

Das p steht für den gesamten Text auf Deiner Website. Color ist die Farbe und orange ist orange.

Kurz gesagt: mit CSS beschreibst Du das Aussehen Deiner Website.

Domain

Das ist die Adresse, die Du oben im Browser eingibst. Jede Website hat seine einzigartige Domain oder auch URL genannt. Jede Domain gibt es nur einmal. Bei mir ist das webheldin.de und bei Dir?

Falls Du noch keinen Namen hast, empfehle ich Dir meinen Artikel: 3 einfach Methoden, um Deinen Blognamen zu finden.

Double Opt-in

Das ist eine doppelte Bestätigung. Erst trägst Du Dich für den Newsletter ein und dann bestätigst Du das. Dafür bekommst Du eine E-Mail geschickt, in der Du den Link/Button anklickst.

Das ist in Deutschland gesetzlich so vorgeschrieben.

Du möchtest doch nicht, dass jemand Deine E-Mail in jeden Newsletter einträgt ohne Bestätigung. Da hättest Du dann ungewollt eine volle Party im Postfach.

Duplicate Content

Übersetzt heißt das nur „doppelter Inhalt“. Das ist Inhalt, den Du mehrfach auf Deiner Website hast oder der mehrfach im Internet zu finden ist.

Als Beispiel, Du schreibst einen Gastartikel und veröffentlichst den gleichen Artikel auch auf Deiner Website. Das solltest Du nie tun.

Google weiß jetzt nicht, wer ist der Urheber. Wer ist das Original? Entweder beide Artikel klauen sich gegenseitig die Besucher:innen oder Google schmeißt beide aus dem Index.

Das Gleiche kann Dir passieren, wenn jemand Deine Artikel klaut und sie einfach bei sich veröffentlicht. Oder wenn Du selber doppelten Inhalt erzeugst, z. B. wenn Du lange Texte im Footer hast, die sich auf jeder Seite wiederholen.

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Vermeide doppelten Inhalt. Auf Deiner eigenen Website sowie im Internet.

Evergreen Content

Übersetzt heißt das „immergrüner Inhalt“. Klingt erstmal banal, aber bezogen auf eine Wiese passt das. Das ist der Garten des Nachbarn, dessen Grün immer schön aussieht, ohne viel Mühe.

Das sind Artikel in Deinem Blog, die zeitlos, hochwertig und ausführlich sind. Diese Artikel brauchen wenig Pflege und bieten Deinen Besucher:innen Mehrwert.

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Biete soviel Evergreen Content an wie möglich. Das ist Dein bester Traffic-Booster über Jahrzehnte.

Favicon

Favicon ist ein Wort aus „favourite“ und „icon“ zusammen gesetzt. Übersetzt heißt das Lieblingssymbol. Es ist das winzige Bild oben im Browser-Reiter vor Deinem Website-Namen.

Webheldin Favicon im Browsertab

In WordPress kannst Du es im Customizr hochladen. Es erscheint, auch wenn Besucher:innen Deine Website auf ihrem Handy als Lesezeichen speichern.

Features

Das sind technische Funktionen und Eigenschaft Deiner Produkte. Der Staubsauger hat 2.000 Watt: Das ist ein Feature. Nicht verwechseln mit Benefit.

Freebie

Heißt Werbegeschenk übersetzt. Blogger bieten gerne Freebies an, um E-Mail-Adressen ihrer Leserschaft zu sammeln. So baust Du Dir eine Stammleserschaft auf. Beliebte Freebies:

  • Viele Blogbeiträge zusammen gefasst in ein kurzes PDF
  • Ein E-Mail-Kurs mit Übungen
  • Checklisten zum Abhaken
  • Arbeitsblätter
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Ein Freebie sollte Mehrwert bieten und besser sein als von Deiner Konkurrenz. 😉

Der Footer ist der Abschluss Deiner Website: die Fußzeile. Dort findest Du oft allgemeine Informationen zum Unternehmen, Social Media Links, Adressen, manchmal die Seitenstruktur oder Newsletter-Anmeldung.

Der Webheldin Footer im Frontend

Frontend

Das Frontend ist „das Gegenteil“ vom Backend. Das ist quasi der „Vordergrund“ Deiner Website, also das, was alle sehen können. Mein Frontend:

Das Webheldin Frontend, die Startseite

Gastartikel

Gastartikel sind Artikel, die Du exklusiv für andere Blogger:innen schreibst. Dieser Artikel wird dann bei Deinem Gastgeber:in gepostet.

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Wichtig: nicht bei Dir veröffentlichen, Du willst keinen Duplicate Content erzeugen.

Was bringt Dir der Quatsch? Warum Deinen besten Content an andere Blogger:innen abgeben?

Du erreichst mehr neue potenzielle Kund:innen. Du bekommst einen Blacklink für Deinen Blog. So gewinnst Du nicht nur neue Leser:innen, sondern hast Dein Netzwerk um einen weiteren Freund oder Kollegin erweitert.

Hero Imgage

Ein großes Bild was den ganzen Bildschirm ausfüllt. Darauf findet sich oft wenig Text mit einer Handlungsaufforderung.

Beliebt auf der Startseite, Salespage oder Landingpages als Blickfang.

Homepage

„Du… Désirée, kannst du mir bitte eine Homepage machen?“ So werde ich häufig gefragt.

Ich antworte dann immer: „Du willst nur eine Startseite? Du weißt schon, dass du mindestens noch ein Impressum brauchst.“

Als Antwort bekomme ich dann „Oh-mein-Gott-ist-die-Dumm-weiß-die-nicht-was-eine-Homepage-ist?“-Blicke zu „Habe-ich-was-Falsches-gesagt?“

Ja, hast Du, ich bin eben nicht dumm genug und kenne die Antwort:

Homepage = nur die Startseite

Übersetzt heißt Homepage, Heimseite. Klingt aber blöd, daher sagen wir Startseite. Leider wird es synonym zur Website benutzt. Jetzt bist Du ein Profi und machst es besser :).

HTML

Um die Hypertext Markup Language kurz HTML ranken sich viele Mythen und Märchen. HTML ist eine Bezeichnungs-Sprache, keine Programmiersprache.

Wenn Du in Word eine Überschrift schreibst, markierst Du den Text und klickst oben auf Überschrift.

So funktioniert HTML auch, nur schriftlich. Mit HTML kannst Du jedem Element auf Deiner Website sagen, was genau es darstellt.

Dieser Text hier wird in ein <p>…</p> umrandet. Das kannst Du nicht sehen, weil die Information nur für Deinen Browser bestimmt ist. Der weiß jetzt „Ah, ok, der Absatz ist ein normaler Text.“ So kann das aussehen:

<h1>Das ist die erste und wichtigste Überschrift</h1>
<p>Das ist eine normaler Text-Absatz</p>

Dieses <p> oder <h1> ist ein Tag und wird täg ausgesprochen. Es gibt immer einen öffnenden Tag und einen schließenden. Damit Dein Browser weiß, wo fängt der Text an und wo hört er auf.

Wenn Du mal lustig bist, machst Du jetzt einen Rechtsklick auf diese Seite und gehst auf „Seitenquelltext anzeigen“. Dann siehst Du eine Menge HTML mit Tags, die meine Website im Hintergrund strukturieren.

Hosting (Webhosting)

Sowie Du einen Laden in der Stadt mieten kannst, um Sachen zu verkaufen, kannst Du einen Platz im Internet mieten, wo Deine Website Platz findet. Der Vermieter ist Dein Hoster.

Mieten kostet monatlich Geld, umsonst wohnen gibt es nicht. Oder hast Du da einen Trick?

Es gibt eine Menge Hoster da draußen. Die einen Empfehlen, bloß nicht zu günstig, die anderen bloß nicht ohne WordPress-Partner.

Wenn Du am Anfang stehst, nimm den günstigsten. Es gibt keinen Grund mehr auszugeben, vor allem wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du das durchziehst.

Ich empfehle Dir also die günstigsten, die ich selbst jahrelang genutzt habe:

Heute parke ich meine Website auf einem eigenen Server. Warum einen Laden mieten, wenn ich gleich das ganze Gebäude haben kann.

Wenn Du also viel Traffic auf Deiner Site hast, dann empfehle ich Dir auch einen Server zu mieten. Solange reicht aber ein einfaches Webhosting Paket.

Index / Indexierung

Stell Dir das wie die Gelben Seiten vor. Google sammelt zu jeder Website Daten und nimmt diese bei sich im (Buch-)Index auf. Stehst Du nicht drin, wirst Du nicht in der Suche angezeigt.

Damit das nicht passiert, solltest Du Dich in der Google Search Console anmelden und Deine Website einbinden. Dort kannst Du auch neue Blogbeiträge gleich indexieren.

Keywords

Keywords auch Schlüssel- oder Kernwörter übersetzt: Besser ist Suchwörter zu sagen. Es sind die Wörter, die Menschen bei Google eingeben, um etwas zu finden. Oder mit Alexa reden.

Das ist auch der Grund warum es wichtig ist seine eigenen Keywords zu kennen und die richtigen zu wählen.

Wenn Du eine Bäckerei in Stuttgart hast, willst Du ja nicht unter „Patisserie in Berlin“ gefunden werden.

Webheldin Info Icon

Kenne Deine Wörter, finde Deine Wörter und nutze Deine Wörter richtig.

Landing-Page

Eine Landingpage heißt übersetzt Zielseite. Damit ist die Funktion gleich klar. Es ist eine extra Seite auf Deiner Website die nur ein Ziel verfolgt. Das können unterschiedliche Ziele sein:

  • Produkt verkaufen
  • Newsletter anmelden
  • Freebie herunterladen

Du baust eine extra Seite, um ein Ziel zu erreichen. Deswegen hat diese Seite auch keine Navigation. Nichts soll Deine Leser:innen ablenken.

Die Seite ist meist wie eine Reise aufgebaut. Du fängst oben an, beim Problem, bis zum Ende wo der Button mit der Lösung wartet.

Marketing

Marketing heißt übersetzt: Absatzwirtschaft. Wenn ich Wikipedia frage, was Marketing bedeutet, bekomme ich folgende Antwort dazu:

alle Aktivitäten eines Unternehmens, den Absatz durch Betreuung der Kunden, Werbung, Beobachtung und Lenkung des Marktes sowie durch entsprechende Steuerung der eigenen Produktion zu fördern

Wikipedia

Ja, ne, ist klar. Kein Wunder das keiner den Begriff verstehst. Ich übersetze mal kurz:

  • Kunden betreuen (telefonisch, per Mail, direkt),
  • Werbung schalten (Plakate, Magazine, Internet),
  • Website pflegen (Artikel schreiben, Infos aktualisieren),
  • Konkurrenz anschauen (im Internet recherchieren, Zahlen vergleichen)

Alles zielt darauf ab, Geld zu verdienen. So funktioniert Marketing eben.

Wer kein Marketing betreibt und nur alleine in seinem dunklen Keller hockt und Verstecken spielt, der wird nicht gefunden. Wer nicht gefunden wird, betreibt kein Marketing und verdient kein Geld.

Marketing ist alles, was Du tust, um bekannter zu werden: Egal ob Du einen Blogartikel schreibst, Werbung schaltest oder Dich mit Kunden unterhältst. Das gehört alles dazu.

Im Grund betreibt jeder Marketing: ob für sich oder das Unternehmen. Ob bewusst oder unbewusst. Sobald Du Dich oder Dein Produkt erwähnst, ist das Marketing.

Falls Dir Marketing zu teuer ist, habe ich in meinem Blogartikel 10 einfache Marketing-Kanäle (fast) ohne Geld zusammengefasst.

Meta Description / Meta-Tag

Wenn Du einen Begriff googelst, dann ist der Text unter der Überschrift.

Webheldin Meta-Beschreibung in der Google Suche

Diese Beschreibung anzupassen ist sehr wichtig. Wenn Du WordPress nutzt, installiere das Plugin Rank Math*. Gehe auf einen Beitrag, klicke rechts oben auf die Zahlen.

Dann klicke weiter unten auf „Edit Snippet“. Nun findest Du ganz unten die Beschreibung. Die wird in der Google Suche angezeigt.

Mit RankMath Deine Meta-Description bearbeiten

Schreibe dort das wichtigste Keyword rein, die zu Deinem Artikel passen und Deine Leserschaft neugierig macht.

One-Pager

Das ist eine Website, die nur aus „einer Seite“ besteht. Natürlich ist es gesetzlich vorgeschrieben ein Impressum und Datenschutz zu haben, aber die Seiten lasse ich mal außen vor, die bieten keinen relevanten Inhalt.

Der One-Pager ist sehr beliebt, wenn nur eine Dienstleistung oder Produkt angeboten wird und eben kein Blog gewünscht ist. Und wie Du ja nun weißt, ist die eine Seite auch gleich die Homepage und kann gleichzeitig eine Landingpage sein.

Permalink ist ein Wort aus „permanent“ und „hyperlink“, auch Permanentlink. Ein Link der immer bleibt. Deswegen ist es wichtig diesen eindeutig zu benennen.

So sollte Dein Permalink nicht aussehen:

https://www.webheldin.de/blog/schreibtipps/2021/11/13/so-schreibst-du-ueberschriften

Viel zu lang und nicht eindeutig. Das kann sich kein Besucher merken. Mach es besser so:

https://www.webheldin.de/marketing-ohne-geld

Das ist ein sprechender Permalink.

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Permalinks sollten aus max. 3 – 5 Wörtern bestehen.

Permalinks sollten, einmal eingerichtet, nachträglich nicht mehr geändert werden. Falls Du es dennoch mal tun musst, wegen Domainumzug, denke daran, die .htaccess-Datei anzupassen.

Wenn Leser:innen Deinen Beitrag als Lesezeichen abspeichern und dann darauf klicken, verschwindet die Seite, wenn Du den Permalink änderst. Deswegen solltest Du zu Beginn WordPress richtig einstellen.

Pingback

Pingback ist eine automatische Benachrichtigung, dass ein anderer Blogger auf Deinen Blog verlinkt hat. Das ist natürlich ein Backlink für Dich. Deswegen solltest Du Pingbacks erlauben und wie ein Kommentar freischalten.

Gehe im Backend auf Einstellungen > Diskussion und setze das Häkchen bei „Link-Benachrichtigungen von anderen Blogs erlauben“.

In WordPress Pingbacks erlauben

Du kannst eigene Pingbacks erzeugen und Deine Beiträge untereinander verlinken. Das nennt sich dann interne Verlinkungen.

Plugins

Das sind Erweiterungen. Wenn Du WordPress nutzt, kannst Du mit Plugins Dein CMS um weitere Funktionen erweitern.

Du hättest gern ein Kontaktformular? WordPress bietet von Haus keins an. Also installierst Du einfach Contact Form 7.

Responsive Design

Umschreibt einfach, dass Deine Website auf dem Desktop und Handy funktioniert. Das kannst Du einfach testen, in dem Du Deinen Browser verkleinerst. Der Text wird dann schmaler, die Bilder kleiner und manche Elemente sortieren sich um.

Passiert das nicht, hast Du ein Problem. Heutzutage kommen Deine Besucher:innen überwiegend übers Handy. Achte darauf, dass Deine Site fürs Handy optimiert ist. Webentwickler nennen das auch „mobile first“. Also Mobil zuerst designen.

Sales Pages

Ist eine Landingpage mit dem einzigen Ziel: zu verkaufen. Ansonsten sind beide Seiten identisch. Nur das meist eine Salespage viel länger ist. Sie soll die Kundschaft sofort überzeugen und zum Kauf anregen.

SEO (search engine optimization)

SEO bedeutet wörtlich übersetzt: Suchmaschinenoptimierung. Bedeuten tut das einfach nur dass Du Deine Website für Google optimierst. Lassen wir die anderen Suchmaschinen mal außen vor.

SEO betreibst Du, um in der Suche auf Seite 1 Platz 1 zu belegen. Wichtige Wörter, die Du dazu kennen solltest:

  • On-Page-Optimierung = alles, was Du auf Deiner Website optimieren kannst, z. B. die Meta-Description
  • Off-Page-Optimierung = alles außerhalb Deiner Website. z. B. das Sammeln von BacklinksGastartikel schreiben
  • Keywords = Suchwörter
  • Ranking = Platzierung in den Suchergebnissen
  • SERP = das ist die erste Seite, die Dir Google anzeigt, wenn Du eine Suche durchführst (Suchergebnisseite)

Um SEO wirst Du als Website-Besitzer:in nicht drum herumkommen, um weit oben zu ranken.

Die Seitenleiste befindet sich auf einem Blog meist rechts.

Webheldin Seitenleiste auf dem Blog

Du findest dort oft Informationen über beliebte Blogartikel, eine Suche, Kategorien, Blogger stellen sich vor oder Newsletter-Anmeldungen. Manche platzieren dort auch Werbung.

Die Sidebar ist klassisch für Blogs und dennoch aktuell aussterbend. Der Hauptinhalt sollt nicht mit der Seitenleiste konkurrieren, weshalb viele keine mehr einbauen.

Themes

Themes kannst Du installieren, um die Optik Deiner Website zu bestimmen. Von Farben über Schriften. Mit einem Theme bestimmst Du das Aussehn Deiner Website.

Ich selbst bin ein großer Fan vom Astra Theme*. Es lässt sich einfach individualisieren und erfüllt alle wichtigen Kriterien:

  • es wird regelmäßig aktualisiert
  • es ist sehr kompakt und lädt schnell
  • es lässt sich einfach im Customizr bedienen
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Achte beim Theme-Kauf, dass es schnell lädt. Die Ladegeschwindigkeit einer Website wird für Google immer wichtiger.

Traffic

Neudeutscher Begriff für Besucheranzahl auf Deiner Website. Sprich wie viele Menschen verirren sich täglich auf Deine Website. Andere Wörter sind Reichweite oder Seitenaufrufe.

Usability

Bedeutet Benutzerfreundlichkeit, also wie gut finden sich Deine Besucher:innen zurecht. Dazu gehört einiges:

  • Ist Deine Website gut strukturiert?
  • Ist Dein Menü verständlich und von überall zugänglich?
  • Ist Deine Schrift gut lesbar, nicht zu klein?

Das ganze lässt sich noch ewig so weiterführen. Achte darauf, dass Deine Website verständlich und zugänglich ist.

Testen kannst Du Deine Website mit A/B-Tests.

Webdesign

Webdesign bezieht sich nur auf die optische und konzeptionelle Gestaltung Deiner Website. Von „Oh die ist aber hübsch“ zu „da solltest du lieber mal neu strukturieren“.

Nicht verwechseln mit Webentwicklung. Webdesign ist keine Webprogrammierung. Auch wenn das sehr gerne in einen Web-Topf geworfen wird.

Webentwicklung / Web Development

Webentwickler programmieren Deine Website. Manchmal haben sie Ahnung von Webdesign und manchmal nicht.

Webdesign ≠ Webentwicklung.

Webentwickler schreiben Sprachen wie HTML, CSS, JavaScript und PHP. Du verstehst das nicht? Egal. Du brauchst nur einen Profi in dem Bereich zu kennen, der den Unterschied kennt :).

Webseite

Die Webseite ist eine Seite auf Deiner Website. Ja jetzt wird es kompliziert. Nimm ein Buch. Das Buch ist die Website, also das ganze Buch. Eine Seite im Buch entspricht einer Webseite auf Deinem Blog.

Website

Website ist nicht gleich Webseite. Da haben wir wieder das Deutsch-Englisch-Problem und den Grund, warum ich viel lieber in Deutsch statt Denglisch schreibe. Ja Du hast richtig gelesen. Die Website ist Dein gesamter Internetauftritt.

Dazu zählt Deine Homepage (Startseite), Dein Blog, Deine Über-mich-Seite, sogar das langweilige Impressum und Datenschutz und was Du sonst noch für Seiten werkelst. Einfach alles.

Und jetzt verstehst Du, warum das so nicht funktioniert:
Wir entwickeln Ihre suchmaschinenfreundliche Website für Ihre Internetpräsenz…

Ja ich habe den Satz wirklich so bei einer Agentur für Website-Entwicklung gefunden. Ob ich da meine Website in Auftrag geben würde…

XML Sitemap

Die Sitemap kannst Du Dir wie eine Landkarte vorstellen für Deine Website. In dieser Datei werden alle URLs Deiner Website strukturiert eingetragen.

Früher war es noch üblich, unten im Footer eine Sitemap zu haben. Heute reicht es nur Google diese mitzuteilen.

Wenn Du Rank Math* installiert hast, wird automatisch eine Sitemap erstellt. Finden tust Du Deine Sitemap, wenn Du www.deineadresse.de/sitemap.xml eingibst.

Das XML ist eine „alte HTML“-Sprache. Sowie Du Dokumente im PDF speicherst, damit jeder den Inhalt lesen kann.

Dir fehlt ein Website-Begriff?

Puh, das war lang. Fehlt Dir ein Website-Begriff, den Du unbedingt erklärt haben willst? Oder war eine Erklärung nicht verständlich? Hinterlasse mir einen Kommentar, damit ich das noch ergänzen kann.

Natürlich kannst Du mir auch einfach so schreiben. Ich antworte garantiert.

Verwebliche Dich selbst.

Deine Désirée

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