Was sind gute Betreffzeilen und wie schreibst du sie (inklusive Beispiele)

Gute Betreffzeilen schreiben Cover

„Dieser EINE Fehler kostet dich sofort Kunden.“

Und dich eine Newsletter-Abonnentin. *Abmeldelink geklickt*

Solche Betreffzeilen werden immer noch verschickt, weil Menschen aus Angst einen Fehler zu machen – klicken. Leider.

Deswegen zeige ich dir heute, warum du gute Betreffzeilen brauchst und wie du sie schreibst. Oder wie ich sie nenne: Betreffziele.

Natürlich kommen wir um die schlechten Betreffzeilen nicht herum, um zu sehen, was da verkehrt läuft.

Zum Schluss gebe ich dir noch Tipps mit, worauf du bei der Betreffzeile noch achten solltest. Und als Bonbon, Betreffzeilen, die immer funktionieren.

Warum du gute Betreffzeilen schreiben solltest

Betreffzeilen sollen zum Klicken anregen.

Da sind wir einer Meinung. Die Frage ist nur, wie bekommst du Menschen zum Klicken?

Und da gibt es zwei Wege:

  1. Du kannst Angst, Scham und Verzweiflung auslösen oder
  2. du bereitest Freude, Neugier und regst die Motivation an.

Welches der zwei Wege spricht dich mehr an? Ich bin ja beim zweiten Weg.

Keine Sorge, Beispiele folgen noch.

Und damit sollte direkt klar sein, warum gute Betreffzeilen wichtig sind.

Ich will nicht, dass Abonnentinnen sich genötigt fühlen zu klicken, weil ich mit ihrer Angst spiele. Ja, das ist leider eine Technik im Copywriting.

Zum Glück funktioniert das gleiche Prinzip auch andersherum. Wie du das schaffst, erkläre ich später.

Erst schauen wir uns an, was sind denn gute und schlechte Betreffzeilen? Wie kannst du sie unterscheiden?

Was sind schlechte Betreffzeilen?

Ok, der Betreff sollte neugierig machen.

Aber wie schaffst du das, ohne provokantes Clickbaiting zu betreiben? Was bei mir nur Kopfschmerzen hervorruft, weil meine Augen so dolle beim Rollen anstoßen.

Was ist Clickbaiting?

Clickbaiting ist, wenn eine Überschrift extra spannend gemacht wird, damit du draufklickst, aber der Inhalt dann falsch oder langweilig ist. Das ist wie bei einer Chipstüte – viel Luft, wenig Knabberspaß.

Der Betreff fasst zusammen, was mich in der E-Mail erwartet. Das war jedenfalls mal die Idee dahinter. Sie sollte kurz und knapp beschreiben – was kommt jetzt.

Betreffzeilen, die hervorragend funktionieren, aber fragwürdig sind:

  1. Hast du den Erfolg verdient?
  2. Deine letzte Chance: Die Türen schließen sich! Das war’s!
  3. Die lukrativste Fähigkeit aller Zeiten.

Der erste Betreff ist eine Provokation als Frage getarnt. Du öffnest die Mail vermutlich wütend, weil du eindeutig denkst – ja, verdammt!

Oder sie verunsichert dich total, weil du plötzlich alles infrage stellst. Egal, warum du klickst, die Emotion dahinter ist negativ.

Der zweite Betreff sorgt für Druck und Angst. Dir wird direkt vor den Latz geknallt, wenn du jetzt nicht buchst – dann war’s das für dich.

Die letzte Betreffzeile wirkt erst mal harmlos. Sicher? Oder merkst du, wie sich FOMO breitmacht?

Was ist FOMO?

FOMO (fear of missing out) ist, die ständige Angst, was zu verpassen. Das ist wie, wenn du denkst, dass alle auf der besten Party sind und du verpasst den ganzen Spaß!

Schließlich willst du ja nicht die einzige Deppin sein, die diese lukrative Fähigkeit aller Zeiten nicht kennt, oder?

Vielleicht hängt dich der Rest damit ab? Vielleicht holst du das nie wieder auf, wenn du sie nicht kennst?

Ach übrigens, die Antwort darauf war eine „Personal Brand“ werden. Wow, oder? 😂

Aber genug von Clickbaiting und Angstmacherei: Kommen wir auf die schöne Seite des Newsletters.

Was sind gute Betreffzeilen?

Gute Betreffzeilen machen neugierig und sorgen für positive Gefühle.

Du klickst, weil du

  • motiviert wirst,
  • was Neues lernst,
  • dich verstanden fühlst oder
  • weil dich die Frage brennend interessiert.

Lass uns mal anschauen, wie das aussehen kann:

  1. Hast du den Erfolg, den du verdienst?
  2. Wir starten, bist du dabei?
  3. Wie du über E-Mails Kunden gewinnst.

Der erste Betreff ist das Pendant zur schlechten Variante. Es ist „nur“ eine Frage und keine fiese Feststellung mehr.

Klar kannst du jetzt innerlich denken: Nein, weil du Selbstzweifel hast. Aber genau das kannst du in der E-Mail aufgreifen und betonen, dass es normal ist.

Der zweite Betreff ist eine Variante des Negativbeispiels. Vorher habe ich was verpasst. Das tue ich jetzt auch – aber es entsteht eine Zugehörigkeit.

Schließlich ist da eine Gruppe, die was starten will, und fragt mich, ob ich dabei bin. Klar will ich wissen, worum es geht und ob ich dazu passe.

Ganz ohne schlechtes Gewissen.

Das dritte Beispiel zeigt, wie du eine (kurze) Anleitung geschickt im Betreff anteaserst.

Klar willst du wissen, wie du Kundinnen gewinnst, oder? Aber das ganze ohne Nötigung und Angstmacherei.

Ach übrigens, die Anleitung muss nicht in der E-Mail stehen. Sie kann auch auf einen Blogartikel verlinken, indem du die Lösung findest.

Und wie schreibst du jetzt selbst gute Betreffzeilen?

Wie schreibst du gute Betreffzeilen?

Versuche, zuerst den Inhalt kurz und knapp zusammenzufassen.

Und dann überlege dir, wie kannst du das spannender formulieren?

Oder gibt es eine Frage im Text, die du einfach als Betreffzeile nehmen kannst?

Du kannst zum Beispiel eine Wie-Formulierung nutzen. Oder den Betreff einfach auf dich beziehen:

Bei all den Sachen will ich als Leserin wissen, was wolltest du früher wissen und was für eine Erkenntnis.

Aber ich fühle mich selbstbestimmt dabei: Habe weder Angst, Scham noch FOMO.

Damit du dir sicher bist, dass deine Betreffzeile eine gute ist, mach den Check:

  • Wie fühlt sich deine Betreffzeile an? Spürst du Angst oder Neugierde?
  • Ist sie zu provokant? Zu angriffslustig? Vielleicht sogar beleidigend?
  • Könnte sie zweideutig verstanden? Ist das lustig oder schlecht?

Wenn du kurz in dich gehst (das meine ich nicht esoterisch), merkst du, wie das herüberkommt.

Freundlich oder flapsig?

Ängstlich oder anmutend?

Was du bei der Betreffzeile noch beachten solltest.

Was deine Betreffzeilen sonst noch so können sollten

Jetzt weißt du wie du gute Betreffzeilen schreibst, aber ein paar Dinge gibt es noch zu beachten:

  • Schreibe maximal 50 Zeichen oder 5–7 Wörter, sonst wird dein Betreff mitten im Satz abgeschnitten.
  • Daher fasse dich kurz und starte immer mit der wichtigsten Info. Je weiter hinter, desto eher verschwindet der Text.
  • Nutze den Vorschautext, um weitere Infos zu ergänzen, die nicht wichtig sind. Diese zweite Zeile heißt in jedem Programm anders und wird nicht immer angezeigt.
  • Bevor du die E-Mail heraushaust, schicke dir selbst eine Testmail zu. Öffne die Mail unbedingt am Handy und Computer.

Passt alles?

Dann planst oder schickst du die E-Mail ab. Unzufrieden mit dem Betreff? Ok, ich habe da noch ein Bonbon.

Aber wie bei allen Bonbons gilt: selten essen, schließlich machen sie die Zähne kaputt.

Betreffzeilen, die immer funktionieren

Ja, es gibt sie, die Betreffzeilen, die immer funktionieren.

Sie sind weder gut noch schlecht. Entscheidend ist, was du daraus machst. Wenn der Inhalt der E-Mail, die Leserin abholt, ist das in Ordnung.

Benutzung auf eigene Gefahr:

  • Ein Geschenk für dich.
  • Das ist ein Entwurf
  • Ich muss dir was beichten …
  • Hasse mich nicht, aber …
  • Ich brauche deine Hilfe sofort!

Wenn du sie benutzt, dann sehr sparsam. Und liefere richtig ab, sonst fühlt sich deine Leserin vergackeiert und meldet sich ab.

Gerade beim Beichtgeständnis! Wenn dann so was Belangloses kommt wie: Meine Oma hat mich eingeladen und ich geh’ nicht hin.

Tja, dann kann dir keiner mehr helfen.

Wenn du beichtest, dann sollte es sich wie ein Rollkragenpullover aus Schafwolle anfühlen – heiß, unangenehm und kratzig.

Genauso beim Betreff „Hasse mich nicht, aber …“. Wenn da jetzt ein Mini-Konflikt kommt – geht das nach hinten los.

Fazit zu guten Betreffzeilen

Du willst natürlich, dass deine E-Mail gelesen werden. Aber frage dich immer – mit welchem Gefühl.

Wenn Kundinnen später bei dir kaufen sollen, wäre es doch blöd, wenn du sie regelrecht dazu zwingen müsstest. Indem du Angst, Schrecken und FOMO verbreitest, oder?

Check einfach kurz, wie fühlt sich der Betreff an. Teste, ob er nicht zu lang ist und dann schicke mit einem guten Gewissen die E-Mail raus.

Wenn deine Newsletter zu deinen Leserinnen passen, dann werden sie eh gerne gelesen – egal was du in den Betreff schreibst.

Schreib mutig.

Deine Désirée

PS: Wenn du lernen willst, wie du mit verkaufsstarken E-Mails deinen Service anbietest: Dann starte damit meinen Newsletter zu lesen.

Wer schreibt hier?

Hey, mein Name ist Désirée Wölper und ich bin E-Mail-Copywriterin. Ich helfe dir, schmackhafte Newsletter zu schreiben, die sich von KI und deiner Konkurrenz abheben sowie deine Kundinnen verblüffen, dass sie gerne bei dir kaufen.

Sonst spiele ich gerne Brettspiele, lese oft (Sach-)Bücher oder verbringe die Zeit mit meiner Familie in einem Freizeitpark.

Wie ich zum Schreiben gekommen bin? Dann lies meine Über-Mich-Seite.

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